Vorhersehbare Verwesung

Veröffentlicht: 12. März 2011 in Literatur, Rezensionen, Thriller/Horror, Wortschatz

Ich bin ja guter Dinge, dass ich jetzt häufiger Rezensionen schreibe, damit sich nicht immer so ein Berg anhäuft, und darum kommt hier ganz frisch die „Verwesung“ von Simon Beckett:

(Achtung, Spoiler!)

Nachdem ich die anderen drei Fälle von dem forensischen Anthropologen Dr. David Hunter recht begeistert gelesen habe, hab ich mich auf die „Verwesung“ gefreut. Aber irgendwie hatte ich schon beim Klappentext das Gefühl, das ganze Buch zu kennen, ohne es gelesen zu haben:

Dr. David Hunters schwierigster Fall

Drei Mädchen sind verschwunden. Ein Serienkiller gesteht. Doch Jerome Monk weigert sich zu verraten, wo er die Leichen vergraben hat. Auch David Hunters Einsatz bringt keine Ergebnisse.

Ach Jahre später: Monk bricht aus dem Gefängnis aus.
Für David Hunter beginnt ein Albtraum.
Denn die Dämonen der Vergangenheit lassen ihm keine Ruhe…

Meine Vermutung war nun: Serienkiller verfolgt Hunter, bekommt ihn im letzten Drittel in seine Gewalt und es gibt noch irgendeine Überraschung, aber am Ende ist wieder alles supi.
Und so war es dann eigentlich auch:
Hunter und eine Psychologin, die damals auch bei der Suche nach den Leichen im Moor dabei war, werden von Monk verfolgt, er bekommt die beiden im letzten Drittel seine Gewalt, dann gibt es eine Überraschung und am Ende ist zwar nicht alles ganz supi, aber doch wieder Frieden in Walnut Grove Dartmoor.

Warum ich ihn trotzdem ausgelesen habe: Natürlich wollte ich wissen, ob ich Recht behalte. 😉
Aber das war nicht der einzige Grund, denn Beckett ist ein guter und routinierter Schreiber, Dr. David Hunter eine sympathische und dreidimensionale Figur und er hat es (trotz voraussehbarer Handlung) wieder geschafft, eine düstere und atmosphärische Spannung über den ganzen Roman zu halten.

Empfehlenswert nur für Fans von Becketts Hunter-Reihe, die ihn sich ohnehin von allein holen werden. Neueinsteiger sollten sich lieber die „Chemie des Todes“ vornehmen.

Jetzt habe ich übrigens den neuen Djian („Die Leichtfertigen„) angefangen … und … JA! Endlich mal wieder ein Roman von ihm, der an seine erste und unübertroffene Trilogie („Erogene Zone„, „Betty Blue“ und „Verraten und verkauft„) erinnert, auch wenn der Ich-Erzähler nicht Zorg ist und fast doppelt so alt, doch zumindest ist er ein Bruder im Geiste. Ich werde berichten, wenn ich ihn ausgelesen habe!

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