Die Monster von Templeton

Veröffentlicht: 17. April 2011 in Literatur, Rezensionen, Wortschatz

Auch wenn der Titel danach klingt und auch, wenn Stephen King traurig war, als das Ende des Romans in Sicht kam (wie auf dem Klappentext zitiert wird), und trotzdem gleich zu Beginn ein totes Ungeheuer aus einem See geborgen wird und es Geistererscheinungen gibt, ist „Die Monster von Templeton“ von Lauren Groff kein Horrorroman. Eher ist es ein großartiger Schmöker, in dem man voller Wonne versinken möchte.

Allein schon das Cover ist doch einfach ein Hingucker! Auch die gebunden Ausgabe hatte mich damals angezogen, die sieht nämlich so aus:

Aber ich habe auf die Taschenbuchausgabe gewartet, die nun endlich erschienen ist, und habe sie von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Diesen Roman in eine Schublade zu stecken, ist schwer, aber ich erzähl einfach mal ein bisschen was über den Inhalt:

Wie einst ihre Mutter kehrt Willie Sunshine Upton schwanger und ohne dazugehörigen Mann zurück in ihre Heimat, das kleine Städtchen Templeton. Und gerade an diesem Morgen wird der riesige Kadaver eines der Wissenschaft unbekanntes Tiers aus dem See geborgen, das wohl bereits sehr lange dort in der Tiefe gelebt hat.
Willie hat sich schon ein Jahr nicht mehr bei ihrer Mutter, Vi, sehen lassen, und diese ist nicht besonders begeistert darüber, dass ihre Tochter sich von einem verheirateten Mann hat schwängern lassen. Doch sie freut sich darüber, ihre Tochter zu sehen und nutzt die Gunst der Stunde, um ihr etwas zu beichten: Willie nahm bisher an, dass ihr Vater irgendein Hippie aus der Kommunenzeit ihrer Mutter in San Francisco war. Nun eröffnet ihr Vi, dass sie ihren Vater kennt und er ein Bewohner von Templeton ist. Doch wer es ist, soll sie selbst herausfinden.
Und Willie macht sich nun daran, die Geschichte ihrer Familie und der Stadtbewohner zu erkunden. Dass sie ein Nachfahre des Stadtgründers Marmaduke Temple ist, weiß sie seit ihrer Kindheit, doch was für große und teils auch schreckliche Geheimnisse sich hinter der Kulisse der hübschen Kleinstadt verbergen, erfährt sie erst jetzt.
Nun entsteht ein Geflecht aus vielen Lebensgeschichten (mit Fotographien/Bildern, Briefen, Berichten und einem immer dichter werdenden Stammbaum) um den roten Faden der Gegenwart.

Dieser Roman ist eine wahre Schatzkiste, unterhaltsam, spannend und mit einer schon fast hypnotischen Atmosphäre. Lauren Groff schafft es in ihrem Debütroman, all ihren Figuren gerecht zu werden, denn man hat am Ende wirklich das Gefühl, ihnen ganz nah gewesen zu sein, weil sie so echt wirken. Ja, ich war auch bisschen traurig, als ich plötzlich schon auf der letzten Seite war. 😉

Ganz klare Leseempfehlung!

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