Archiv für die Kategorie ‘Freizeitgestaltung’

Aus Alt mach Neu: Meine alten Untersetzer sahen schon lange nicht mehr schön aus, da kamen mir die düsteren Papiere von „echo park“ und „Authentique“ gerade recht.
Zuerst habe ich die alte Folie abgezogen und die Oberfläche angeschiffen. Die Papiere für den Untergrund und die Labels ausgeschnitten und mit Stempelfarbe bearbeitet. Danach alles mit Décopatch-Klebelack aufgeklebt und überlackiert.

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Damit mir keiner vorwerfen kann, dass ich nur noch auf dem bösen Facebook poste, auch hier mal wieder ein bisschen BlaBla:

Der Weg nach Hause hatte heute das Motto „Weltuntergang“. Pünktlich zum Feierabend kam ein Sturm auf, und kaum bin ich ein paar Schritte gelaufen, setzte der Regen ein. Warum gibt es noch keine diskreten Scheibenwischer für Brillengläser? Da es sie noch nicht gibt, bzw. ich keine habe, bin ich halbblind (Wasser + Licht = GRELL!!!) nach Hause gestolpert, habe jede tiefe Pfütze mitgenommen und hatte Schiss, dass mir irgendein Stück Baum auf den Kopf knallt. Spätestens ab der Hälfte des Weges fühlte ich mich, als hätte ich mich mit Klamotten unter die Dusche gestellt.

Aber, meine Ausbeute des Tages habe ich trocken nach Hause bekommen:

Danke, liebe Osterhasen Weihnachtsmänner Verlagsvertreter! 🙂

Mein letztes großes Scrap-Projekt war mein neuer Kalender: Wie immer geht er von September bis August, also ist er schon einen Monat im Einsatz, und bevor man ihm den täglichen Aufenthalt im Rucksack ansieht, sollte ich ihn noch schnell zeigen. 😉
Der Hintergrund ist mit Décopatch beklebt, die schwarzen Ränder sind Acrylfarbe, zum Abschluss wieder alles mit Lack versiegelt. Die Motive sind größtenteils aus der „Curtain Call Collection“ von „graphic 45“ ausgeschnitten.

Auf der Innenseite des Frontcovers befindet sich noch dieses kleine Notizbuch hinter der Tastatur (mit Magnetverschluss).

Jeder Monat hat wieder ein gescrapptes Monatsblatt und das Kalendarium hab ich so ausgedruckt, dass immer eine Woche in der Übersicht ist. Alle dadurch freien Stellen sind mit Romanauszügen und Zitaten gefüllt.

Ist zwar immer ein Mordsaufwand, aber ich freu mich dann das ganze Jahr lang über den für mich perfekten Kalender! 🙂

Spinner mögen nur Oregano

Veröffentlicht: 18. August 2011 in Freizeitgestaltung, Gelaber

> „Meine Mama sagt das immer“, sage ich. „Das Leben schreibt die besten Geschichten.
Und ich frage mich dann immer, will sie mich subtil beleidigen? Ich rufe sie doch auch
nicht an und sage: Hey! Was ich sagen wollte: Mutter Natur ist doch die beste Mutter.“
<
(Marc-Uwe Kling – „Das Känguru-Manifest“ – S. 64)

Auf unserem Balkon hängt ein langer Kasten in dem verschiedene Küchenkräutern wuchern. In diesem entdeckte ich letzten Samstag auf dem Oregano eine wunderschöne Punk-Raupe mit Handtasche. Sie wanderte kurz auf den Thymian und über das Rosmarin, dann zurück zum Oregano, wo auch noch ihre Handtasche lag.

Auf dem Bild, geschossen von meinem Hausundhoffotografmitderbesserenkamera, kann man auch ihre Handtasche erkennen, die unterm Blatt klebt. Nach kurzer Recherche im Netz fand ich heraus, dass die Punkraupe ein Schlehen-Bürstenspinner ist und die Handtasche ihre zu eng gewordene Bekleidung.
Obwohl ich in diesem Sommer nur unangenehme Erfahrungen mit Raupen gesammelt habe (zweimal haben mir Raupenbanden meine Brunnenkresse ruiniert und letzte Woche kamen kalkweiße Zombiemaden aus dem Mülleimer), durfte sie bleiben. Einfach weil sie so cool aussieht und ich ein paar Blätter Oregano entbehren kann, denn aus der kleinen Pflanze vom Sommeranfang ist ein dichter Busch geworden, der für eine italienische Großfamilie reichen würde.
Zwei Tage war sie dann verschwunden. Ich ging davon aus, dass sie sich sattgefressen und verpuppt hat. Leider wird aus ihr dann kein hübscher Schmetterling, sondern ein recht langweiliger brauner Falter. Schade! Aber bei den Menschen wird ja auch gelegentlich aus dem bunten Punk irgendwann ein farbloser Anzugträger.
Doch am dritten Tag saß sie wieder da. Und ein paar Blätter unter ihr ein weiterer und größerer Bürstenspinner mit vier schokoladenbraunen Rückbürsten. Also hat sie wohl nur ihren dicken Cousin vom Bahnhof abgeholt, dachte ich. Der hat sich auch gleich ausgezogen und seine Klamotten im Oregano liegen lassen.
Einen weiteren Tag später, also gestern, sah ich, dass sie nun ein Trio sind, eine kleine Schwester ist jetzt auch mit von Partie.
Ich weiß nicht, für wieviele Spinner meine Gastfreundschaft noch reichen wird…

>„Das ist auch eine Geschichte, die das Leben geschrieben hat“,  sage ich.
„Zweifelsohne“, sagt das Känguru.
„Ist doch okay“, sage ich. „Kann man mal erzählen.“
„Ja, aber man würde sich nicht unbedingt einen Film darüber ankucken
wollen“, sagt das Känguru. <
(Marc-Uwe Kling – „Das Känguru-Manifest“ – S. 65)

Seit bald einem Jahr führe ich neben meinen ganzen anderen Notiz- und Tagebüchern auch eine Art Skizzen-Tagebuch (das hier), in dem ich mich meistens mit den genialen Copic-SP-Multilinern (sauteuer, aber die Anschaffung lohnt sich!) und Aquarelltusche austobe. Wenn es voll ist, will ich auch mal so ein schickes „Durchblätter-Video“ aufnehmen. Nun dachte ich mir, dass ich ja bis dahin ab und an mal ein Bild hier zeigen kann: Das hier entstand am vergangenen Sonntag auf dem Balkon, der Blick von meiner Gammelecke aus.

Vor ein paar Wochen hab ich mir, nachdem mir das Zeichnen mittlerweile wieder so viel Spaß macht, dieses inspirierende Buch zugelegt:

An Illustrated Life“ von Danny Gregory

Danny Gregory hat sich einen Traum erfüllt und ein Buch herausgebracht, auf das er selbst sein Leben lang wartete: 50 Künstler (Illustratoren, Grafiker usw.) aus der ganzen Welt lassen sich in (und auf) ihre Skizzenbücher gucken und erzählen kurz etwas über ihr Leben und ihre Beziehung zu ihrem „Sketchbook“. Mit unter 15 Euro (Preis von 19,99$ kann mit Dollarkurs etwas schwanken) für 266 Seiten ein extrem guter Preis und eine echte Schatzkiste für Interessierte!

Oliver Kalkofe in einem großartigen und langem Interview (alle vier Teile schon online) über das Fernsehen. Welche Fehler von den deutschen Sendeanstalten gemacht werden, Vergleiche zum Ausland und ziemlich gute Empfehlungen von teils noch unbekannten Serien: Teil 1 hier (klappt nicht mit Adblock 😉 )

Und, wo ich gerade beim Thema bin, muss ich unbedingt auf die nächste Ausgabe von Fernsehkritik.tv hinweisen, die nächste Woche erscheinen soll: Da ist nämlich Serdar Somuncu zu Gast. Das wird garantiert interessant!

1 Hase – 2 Karten

Veröffentlicht: 21. April 2011 in Freizeitgestaltung, Karte, Scrapping

Auf den letzten Drücker hab ich noch zwei Osterkarten geschafft. Da ich nur einen Hasenstempel habe, musste der gleich für beide Karten herhalten. 😉