Archiv für die Kategorie ‘Literatur’

So was von gut!

Veröffentlicht: 25. Mai 2011 in Literatur, Neuerscheinungen, Rezensionen, Wortschatz

So was auf YouTube

So was von da“ von Tino Hanekamp

Ich befürchte, ich bin wach. Blicke auf eine Bierflasche, in der zwei Kippen schwimmen und ein Käfer. Brutalkopfschmerz. Auf dem Heizungsrohr ein Pelz aus Staub. Extrembrechreiz. Draußen knallt’s. Schließe die Augen. Es knallt noch mal. Was für ein beschissener Anfang.“ (S. 9)

So die ersten Sätze. So die ersten Minuten des 31. Dezembers, an dem wir den 23jährigen Oskar Wrobel begleiten, vom Aufwachen bis zum Blackout (bzw. dem Epilog, der ein paar Jahre später spielt).
In der Nähe der Hamburger Reeperbahn betreibt Oskar einen Club, der am nächsten Tag für immer geschlossen wird. An diesem letzten Abend soll es nochmal richtig abgehen. Doch plötzlich hat er nicht nur mit der Organisation alle Hände voll zu tun, sondern auch mit dem brutalen Kiezkalle, der Geld von ihm möchte, eine Menge Geld!, einem besten Freund, der seinen Ruhm als Musiker nicht verkraftet, und die immer wiederkehrenden Gedanken an Mathilda, seine Exfreundin…
Sehr nett fand ich übrigens, dass „Betty Blue“ von Djian als Lieblingsbuch von Oskar und Mathilda erwähnt wird!

Ein wilder und lebendiger Roman, großartig geschrieben und so stimmungsvoll wie eine unvergessliche durchzechte Nacht! Und Tino Hanekamp weiß wovon er schreibt, denn er ist Betreiber des Musikclubs „Uebel & Gefährlich“ in Hamburg. Hier gibts ein Interview mit ihm über den Roman.
Übrigens sind die Seiten 286 – 300 mit Absicht nicht bedruckt (ich hab beim Verlag nachgefragt, weil ich zu dem Zeitpunkt noch keinen Hinweis darüber im Netz gefunden habe – hätte ja auch ein Druckfehler sein können).

Advertisements

… aus Deutschland:

Das Wörterbuch des Viktor Vau“ von Gerd Ruebenstrunk

Professor Viktor Vau ist ein Einzelgänger mit leicht autistischen Zügen. Von einigen Kollegen belächelt, setzt er Sprache zur Behandlung von Geisteskrankheiten ein. Aus persönlicher Leidenschaft heraus hat er eine eigene Sprache entwickelt, die keine Ungenauigkeiten zulässt. Denn: „Es ist seit jeher eines der großen Probleme der Wissenschaften, dass wir in einer Sprache gefangen sind, die nur unzureichend in der Lage ist, die Wirklichkeit detailgetreu wiederzugeben. Das beginnt bei einfachen Alltagsbegriffen. Nehmen wir das Wort Amsel. Was ist damit gemeint? Eine männliche Amsel, eine weibliche Amsel oder ein Amselküken? Und was bedeutet der Satz >Siehst du die Amsel dort?<? Wo ist dort? Sitzt die Amsel oder fliegt sie? All das kann unsere Sprache nicht erfassen.“ (S.38)
Seine Sprache kann das.

Eines Tages landet eine Raumkapsel in Afrika, deren Ursprung unbekannt ist. Sie besteht aus auf der Erde unbekannten Substanzen und enthält eine Botschaft in einer rätselhaften Schrift. Zahlreiche Wissenschaftler rücken an, darunter auch Viktor Vau. Und dieser muss feststellen, dass es sich dabei um seine Schrift handelt, die bis jetzt niemand außer ihm selbst kennt. Noch erschreckender ist, was er dort nun lesen muss…
Mehr kann man jetzt gar nicht erzählen, ohne zu viel zu verraten. Es bleibt die Frage, was es mit der Kapsel auf sich hat, ob sie von Ausserirdischen stammt oder aus der Zukunft oder ob es eine ganz andere Lösung gibt. Erwähnenswert ist auch noch, dass die Geschichte nicht in unserer Gegenwart spielt, sondern in einem zukünftigen Überwachungsstaat, in dessen Visier nun Viktor Vau gerät.

Spannend, intelligent, philosophisch, lehrreich (es gibt einige sehr aufschlussreiche Informationen über die Sprache und das Gehirn), also klare Leseempfehlung!

***

Die Stadt“ von Andreas Brandhorst

Andreas Brandhorst kannte ich bisher nur als Übersetzer der Pratchett-Romane. Aber in Zukunft werde ich bestimmt noch einige seine eigenen Romane lesen, denn dieser hier hat mir sehr gefallen!

An seinem vierzigsten Geburtstag stirbt Benjamin. Er kann sich nur noch an einen Autounfall erinnern, bei dem auch seine Frau ums Leben kam, und erwacht ohne sie in einer grauen Stadt. Eine Frau namens Louise begrüßt ihn mit den Worten: „Willkommen im Jenseits.“
Alle Menschen, denen er begegnet, sind Verstorbene, aber keiner weiß eine sichere Antwort auf die Frage, wo sie sich befinden. Ist das das Paradies? Immerhin gibt es einen Supermarkt, der sich von selbst neu auffüllt. Eine dort herrschende Gemeinschaft geht davon aus, dass sie sich in einer Art Limbus befinden, in dem erst noch entschieden wird, wer in den Himmel und wer in die Hölle kommt. Es gibt auch Theorien über Ausserirdische, die sie für ein Experiment benutzen. Vielleicht liegt er aber im Koma und träumt das alles nur?
Umgeben ist die Stadt von einem Nebel, in dem sich gefährliche Schattenwesen verbergen und ihn dadurch undurchdringlich machen. Sie sind also eingeschlossen und wissen nicht, was sich dahinter verbirgt.
Benjamin möchte sich nicht mit den Vermutungen abgeben und will herausfinden, wo er nun ist. Und wo ist seine Frau? Doch neugierige Fragen sind in der Gemeinschaft nicht erwünscht.

Auch hier eine großartige, intelligente und spannende Mischung aus Thriller und Fantasy-Roman, mit viel Philosophie und Psychologie, ebenfalls ganz klare Leseempfehlung!

Übrigens haben beide Romane ein überraschendes und befriedigendes Ende – was ja leider nicht immer der Fall ist. 😉

Die Monster von Templeton

Veröffentlicht: 17. April 2011 in Literatur, Rezensionen, Wortschatz

Auch wenn der Titel danach klingt und auch, wenn Stephen King traurig war, als das Ende des Romans in Sicht kam (wie auf dem Klappentext zitiert wird), und trotzdem gleich zu Beginn ein totes Ungeheuer aus einem See geborgen wird und es Geistererscheinungen gibt, ist „Die Monster von Templeton“ von Lauren Groff kein Horrorroman. Eher ist es ein großartiger Schmöker, in dem man voller Wonne versinken möchte.

Allein schon das Cover ist doch einfach ein Hingucker! Auch die gebunden Ausgabe hatte mich damals angezogen, die sieht nämlich so aus:

Aber ich habe auf die Taschenbuchausgabe gewartet, die nun endlich erschienen ist, und habe sie von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Diesen Roman in eine Schublade zu stecken, ist schwer, aber ich erzähl einfach mal ein bisschen was über den Inhalt:

Wie einst ihre Mutter kehrt Willie Sunshine Upton schwanger und ohne dazugehörigen Mann zurück in ihre Heimat, das kleine Städtchen Templeton. Und gerade an diesem Morgen wird der riesige Kadaver eines der Wissenschaft unbekanntes Tiers aus dem See geborgen, das wohl bereits sehr lange dort in der Tiefe gelebt hat.
Willie hat sich schon ein Jahr nicht mehr bei ihrer Mutter, Vi, sehen lassen, und diese ist nicht besonders begeistert darüber, dass ihre Tochter sich von einem verheirateten Mann hat schwängern lassen. Doch sie freut sich darüber, ihre Tochter zu sehen und nutzt die Gunst der Stunde, um ihr etwas zu beichten: Willie nahm bisher an, dass ihr Vater irgendein Hippie aus der Kommunenzeit ihrer Mutter in San Francisco war. Nun eröffnet ihr Vi, dass sie ihren Vater kennt und er ein Bewohner von Templeton ist. Doch wer es ist, soll sie selbst herausfinden.
Und Willie macht sich nun daran, die Geschichte ihrer Familie und der Stadtbewohner zu erkunden. Dass sie ein Nachfahre des Stadtgründers Marmaduke Temple ist, weiß sie seit ihrer Kindheit, doch was für große und teils auch schreckliche Geheimnisse sich hinter der Kulisse der hübschen Kleinstadt verbergen, erfährt sie erst jetzt.
Nun entsteht ein Geflecht aus vielen Lebensgeschichten (mit Fotographien/Bildern, Briefen, Berichten und einem immer dichter werdenden Stammbaum) um den roten Faden der Gegenwart.

Dieser Roman ist eine wahre Schatzkiste, unterhaltsam, spannend und mit einer schon fast hypnotischen Atmosphäre. Lauren Groff schafft es in ihrem Debütroman, all ihren Figuren gerecht zu werden, denn man hat am Ende wirklich das Gefühl, ihnen ganz nah gewesen zu sein, weil sie so echt wirken. Ja, ich war auch bisschen traurig, als ich plötzlich schon auf der letzten Seite war. 😉

Ganz klare Leseempfehlung!

Kavka vs. Nagel

Veröffentlicht: 7. April 2011 in Literatur, Rezensionen, Wortschatz

Direkt hintereinander hab ich „Rottenegg“ von Markus Kavka und „Was kostet die Welt“ von Nagel gelesen. Da die Romane einige Ähnlichkeiten haben, lohnt sich der Vergleich:

Worum geht es: Nachdem Gregor Herzl an einem Tag seinen Job als Moderator bei einem Musiksender und seine Freundin verloren hat, daraufhin eine Art Zusammenbruch erlebt, beschließt er, sich eine Auszeit zu nehmen. Er läßt Berlin hinter sich und zieht erstmal wieder zurück zu seinen Eltern in die Bayrische Provinz. Dort versucht er sich neu zu sortieren, an alte Freundschaften anzuknüpfen, ein Buch über die Musikindustrie zu schreiben und über seine Ex-Freundin hinweg zu kommen.

Schreibstil: Gut! Der Roman liest sich leicht und flüssig. Auch wenn betont wird, dass alle Personen, „besonders die Hauptfigur“, frei erfunden sind, hab ich natürlich die ganze Zeit Kavka als Erzähler im Kopf gehabt. Gefallen hat mir, wie unaufgeregt er z.B. über Drogen schreibt, etwas gestört hat mich manchmal der geschriebene Dialekt, aber er passt einfach zur Geschichte.

Worum geht es: Meise hat 15.000 Euro von seinem Vater geerbt und sich vorgenommen, das Geld nur für Reisen auszugeben, die sein Vater nie unternommen hätte. Zurück in Berlin stellt er fest, dass noch etwas Geld übrig ist. Die letzten 1.000 Euro sollen nun für einen Besuch bei einer Reisebekanntschaft draufgehen. Und so kommt es, dass er ein Wochenende auf einem Weingut im Moseltal verbringt, bei einem Typen, den er eigentlich kaum kennt, dessen Freundin und Familie. Das bietet einigen Stoff, um über sein Leben nachzudenken.

Schreibstil: Ich bin begeistert! Endlich mal wieder einer, der nicht nur erzählt, der nicht nur einem geraden Handlungsstrang folgt, sondern kunstvoll mit Worten und Sätzen um ihn herumtanzt, ohne ihn dabei aus den Augen zu verlieren. Mit spannenden und überraschenden Gedanken. Knackig, bissig, interessant!

Und nun der abschließende Schnitzel-Vergleich:
Rottenegg“ ist ein wirklich gutes Schnitzel, nicht zu fettig oder trocken, und macht satt.
Was kostet die Welt“ ist ein saftiges Gourmet-Schnitzel, perfekt gebraten, mit einer knusprigen Panade und tollen Gewürzen abgeschmeckt. Ein Schnitzel, von dem man noch Jahre später schwärmt!

Guten Appetit! 😉

Beat News!

Veröffentlicht: 13. März 2011 in Beats, Bewegte Bilder, Literatur, Neuerscheinungen, Wortschatz

Auf den ersten Versionen von Mardou.de war die Beat Generation das Hauptthema, da ist es eigentlich eine Schande, dass so einige (teilweise auch nicht mehr ganz frische) News hier noch nicht aufgetaucht sind:

Die schon seit Jahrzehnten geplanteVerfilmung von Jack Kerouacs „On the Road (Unterwegs)“ nimmt immer mehr Gestalt an. Und hier gibt es sogar schon erste Bilder. Allerdings sind diese Artikel schon ein paar Monate alt… Doch wer weiß, es gab wohl bereits erste Drehtage, und vielleicht kommt der Film wirklich dieses oder nächstes Jahr ins Kino?

Bereits im Kino lief/läuft „Howl„, ein Film über das berühmte Gedicht von Allen Ginsberg, welches damals einen Skandal auslöste. In dem Film geht es wohl um die Gerichtsverhandlungen, wo Ginsberg und sein Verleger Ferlinghetti Ende der 50er Jahre dem prüden Amerika Rede und Antwort stehen müssen.
Ja, ich hab ihn noch nicht gesehen, aber das hol ich schon noch nach. Hier ein paar Einblicke:

Howl auf YouTube

Auch für das Bücherregal gibt es neue Schätze:

On the Road – Die Urfassung“ von Kerouac kam im September 2010 und liegt seit dem ungelesen in meinem Beats-Fach im Arbeitszimmer. Ich hab mich noch nicht rangewagt, wohl auch, weil ich die alte Übersetzung so mochte, wie sie war. Aber „Früher war alles besser“ ist selten die richtige Einstellung, also bin ich ziemlich sicher, dass ich es bald lesen werde. Ich warte nur noch auf besseres Wetter, denn es ist schon eines der Bücher, das man an der frischen Luft lesen sollte.
Diese Urfassung hält sich nun eng  an das Manuskript auf der legendären 40 Meter langen Papierrolle, das Kerouac zwischen dem 2. und 22. April 1951 geschrieben hat. Die von ihm selbst später vorgenommenen Änderungen und Kürzungen wurden wieder rückgängig gemacht. Und natürlich ist es, in unserem Falle, auch noch mal neu übersetzt wurden.

Hier mal ein Vergleich der ersten Zeilen:

(1959/1998) „Ich begegnete Dean das erste Mal nicht lange nachdem meine Frau und ich uns getrennt hatten. Damals hatte ich gerade eine schwere Krankheit hinter mir, über die ich hier nicht weiter reden will, außer daß sie etwas mit der elend lästigen Trennung zu tun hatte und mit meinem Gefühl, daß alles tot war. Mit Dean Moriarty begann der Teil meines Lebens, den man mein Leben unterwegs nennen könnte. Davor hatte ich oft davon geträumt, in den Westen zu gehen und mir das Land anzusehen, hatte vage Pläne geschmiedet – und war nie gestartet.“

(2007/2010) „Zum ersten Mal traf ich Neal, kurz nachdem mein Vater gestorben war … Ich hatte gerade eine schwere Krankheit hinter mir, von der ich gar nicht groß reden will, bloß dass sie mit dem Tod meines Vaters zu tun hatte und mit dem scheußlichen Gefühl, dass alles tot war. Mit Neals Auftauchen begann so richtig der Teil meines Lebens, den man mein Leben auf der Straße nennen kann. Vorher hatte ich immer davon geträumt, nach Westen zu gehen, das Land zu sehen, hatte immer vage Pläne gemacht, war dann aber nie wirklich losgekommen und so.“

The Beats – Die Geschichte der Beat Generation – Eine Graphic Novel“ ist im November 2010 erschienen.
Mehrere Zeichner haben sich der Beats und ihrer Lebensgeschichte angenommen. Leider schwangt die Qualität der Beträge und ich muss sagen, dass ich es (alle paar Wochen mal ein paar Seiten – bin etwa zur Hälfte durch) mit gemischten Gefühlen lese. Wenn man sich mit dem Thema gut auskennt, wirken die „Comics“ (da die Herausgeber selbst von „Comics“ sprechen, darf ich das also auch 😉 ) manchmal unfreiwillig komisch (aber nicht wirklich lustig) oder befremdlich. Aber interessant sind die verschiedenen Interpretationen und diese Zeitreise an sich allemal!

 

Mein Bruder, die See“ von Kerouac in diesem Monat.
Ein bisher unveröffentlichtes Buch über seine Zeit bei der Marine. Mit Fotografien von verschiedenen Fotografen.

 

Lebendiger Buddha“ von Kerouac ebenfalls in diesem Monat.
Eine neu entdeckte Biographie, die Kerouac über Siddhartha Gautama geschrieben hat.

 

Und die Nilpferde kochten in ihren Becken“ von Kerouac und Burroughs kommt im September 2011 als Taschenbuch (das Hardcover gibt es schon seit Februar 2010).
Ein Roman über einen Seemann, einen Privatdetektiv und einen Mord, der im New York der 40er Jahre spielt und den Kerouac und Burroughs einst gemeinsam geschrieben haben.
Das Taschenbuch hab ich mir jetzt mal bestellt.

 

Ich bin ja guter Dinge, dass ich jetzt häufiger Rezensionen schreibe, damit sich nicht immer so ein Berg anhäuft, und darum kommt hier ganz frisch die „Verwesung“ von Simon Beckett:

(Achtung, Spoiler!)

Nachdem ich die anderen drei Fälle von dem forensischen Anthropologen Dr. David Hunter recht begeistert gelesen habe, hab ich mich auf die „Verwesung“ gefreut. Aber irgendwie hatte ich schon beim Klappentext das Gefühl, das ganze Buch zu kennen, ohne es gelesen zu haben:

Dr. David Hunters schwierigster Fall

Drei Mädchen sind verschwunden. Ein Serienkiller gesteht. Doch Jerome Monk weigert sich zu verraten, wo er die Leichen vergraben hat. Auch David Hunters Einsatz bringt keine Ergebnisse.

Ach Jahre später: Monk bricht aus dem Gefängnis aus.
Für David Hunter beginnt ein Albtraum.
Denn die Dämonen der Vergangenheit lassen ihm keine Ruhe…

Meine Vermutung war nun: Serienkiller verfolgt Hunter, bekommt ihn im letzten Drittel in seine Gewalt und es gibt noch irgendeine Überraschung, aber am Ende ist wieder alles supi.
Und so war es dann eigentlich auch:
Hunter und eine Psychologin, die damals auch bei der Suche nach den Leichen im Moor dabei war, werden von Monk verfolgt, er bekommt die beiden im letzten Drittel seine Gewalt, dann gibt es eine Überraschung und am Ende ist zwar nicht alles ganz supi, aber doch wieder Frieden in Walnut Grove Dartmoor.

Warum ich ihn trotzdem ausgelesen habe: Natürlich wollte ich wissen, ob ich Recht behalte. 😉
Aber das war nicht der einzige Grund, denn Beckett ist ein guter und routinierter Schreiber, Dr. David Hunter eine sympathische und dreidimensionale Figur und er hat es (trotz voraussehbarer Handlung) wieder geschafft, eine düstere und atmosphärische Spannung über den ganzen Roman zu halten.

Empfehlenswert nur für Fans von Becketts Hunter-Reihe, die ihn sich ohnehin von allein holen werden. Neueinsteiger sollten sich lieber die „Chemie des Todes“ vornehmen.

Jetzt habe ich übrigens den neuen Djian („Die Leichtfertigen„) angefangen … und … JA! Endlich mal wieder ein Roman von ihm, der an seine erste und unübertroffene Trilogie („Erogene Zone„, „Betty Blue“ und „Verraten und verkauft„) erinnert, auch wenn der Ich-Erzähler nicht Zorg ist und fast doppelt so alt, doch zumindest ist er ein Bruder im Geiste. Ich werde berichten, wenn ich ihn ausgelesen habe!